Immerzu drehe und drehe ich mich, immer in Richtung des Gefühls, welches mich antreibt. Immerzu schließe ich meine Augen, schaue nicht hin, öffne meine Augen und suchend auf Stoffe und Papiere. Es ist schon lange so, dass Gefühle und Emotionen der Hauptmittelpunkt meiner Arbeiten zu sein scheinen. Etwas Formloses eine Form geben. Etwas Ungreifbares greifbar machen. Denn darum dreht es sich. Darum drehe ich mich. Was das Außen mit meinem Inneren macht und wie mein Inneres das Außen verändert.
Nun aber stehe ich vor den Leinwänden und suche, drehe mich blind in alle Richtungen. Wer nichts sucht, muss zwangsläufig auch nichts finden. Und die Frage bleibt, ob das, was ich suche auch das ist, was ich finden möchte. Magari ist das Wort, welches diesen Zustand in Erfüllung bringt. Im Deutschen steht dieser Ausdruck wörtlich übersetzt für ein Vielleicht, dem ein hoffnungsvoller Funke anbei steht, welcher Wunsch und Traum als eine Leidenschaft von Herz und Seele darstellt. Ein Prozess, der mich auf eine Wanderschaft durch Höchsteigene- und Familiengeschichte trägt. Plötzlich ist es nicht mehr nur die Frage nach gefühlten Momenten und Eindrücken in mir selbst, sondern bezieht aktiv Erinnerungen an gelebte Tage, Gefühle der Gegenwart und Hoffnungen an die Zukunft mit ein.
,,a casa mia’’ ist mein Dach, mein Zimmer, mein Zuhause.
,,come sopra, così sotto’’, meine nackten Füße auf vertrauten Böden und mein Kopf in fremden Himmeln.
,,Il Cavaliere’’, die Erwartungen der Vergangenheit, die Selbstbestimmung der Gegenwart.
,,Principe’’, der Spiegel einer unabdingbaren Sehnsucht, gekleidet in Samt.
,,Magari’’ ist das hoffnungsvolle, wünschende Vielleicht. Der Ausgangspunkt.
Die Mutter, meine Mutter.