VITA
Adrian Cosma
Mai 2000 geboren in Wolfenbüttel
seit Oktober 2023 Hochschule für Bildende Künste
Braunschweig
Technische Universität Braunschweig
B.A. Kunstpädagogik + English Studies
Studio Braunschweig
AUSSTELLUNGEN
Januar 2024 ,,Zeichnen GmbH'', HBK Braunschweig
April - Mai 2024 ,,Wenn es zu laut wird, Augen zu!“, Städtische
Galerie KUBUS, Festival Klangbrücken 2024 – Sichtbare Musik,
Musik 21 Niedersachsen und HBK Braunschweig
Juli 2024 Rundgang 2024, HBK Braunschweig
,,Surreal Soiree'', Klasse Christoph Knecht
April 2025 ,,Anhörung im Bußgeldverfahren“, einRaum5-7
Juni 2025 ,,Blitzermarathon“, Science and Art Lab der TU BS
Juli 2025 Juli 2025, Rundgang 2025, HBK Braunschweig, in:
,,open out'', Klasse Shirin Sabahi
Oktober 2025 Oktober 2025, ,,Im CC hinzugefügt“, Kunstkreis Kloster
Brunshausen e.V.
Juli 2026 Juli 2025, Rundgang 2026, HBK Braunschweig, in:
,,Die harmlose Maschine'', Klasse Lutz Braun
,,Das stattWerk'', Klasse Diana Sirianni
ARTIST STATEMENT
2025/6
In meinen zeichnerischen Arbeiten erkunde ich die Relation der höchsteigenen Emotionen und Gefühle in den Bezug auf die Welt um mich herum. Meine Zeichnungen, welche ich auch für mich selber ‘Emotionale-Screenshots’ bezeichne, bilden in einer absoluten Wahrheit genau das ab, was ich nicht direkt mit den Augen sehe, sondern was ich in den exakten Momenten der Erarbeitung fühle und wahrnehme. Ich antworte in den Werken auf Einflüsse, die um mich herum geschehen und meinen Fokus auf einen inneren Pool zwingen. Hier öffne ich mich für Betrachter:innen und fordere sie auf, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was Emotionen und Gefühle eigentlich sind und wie ein solch variables und ungreifbares Produkt überhaupt dargestellt und diskutiert werden kann. Ebenfalls bediene ich mich an Konzepten und Praktiken, die sich zwischen Spiritualität und Okkultismus überschneiden.
Die Positionen beantworten die Frage, welche Formen Gefühle annehmen können und erforschen intuitiv mein persönlichstes Inneres, welches ich willentlich für andere zum Betreten öffne. Man verliert sich zwischen den Strichen und Flächen und findet sich zügig wieder in einer implizierten Landschaft, die von Person zu Person neu interpretiert und erfahren werden kann. Die Linien erinnern an Landkarten und wiederkehrende Elemente, die körperlicher und körperloser Natur sind, und geben Anhaltspunkte, um die Zeichnungen tiefgründig erkunden zu können.
Um mein Ziel der Übersetzung meiner Gefühle, Emotionen und Eindrücke auf Papier und Leinwand zu erreichen, versetze ich mich in einen meditativen Zustand, bevor ich ein Werk anfange und nutze Wendepunkte in meinen aktuellen Gefühlslagen, um diese absolute, emotionale Wahrheit darzustellen. Hier mache ich mich in Atemübungen und gedanklicher Neusortierung frei von passiven Gedanken, die ein Ergebnis verfälschen könnten und beginne erst dann mit dem Zeichnen, sobald ich einen intuitiv erfahrenen Zenit erreicht habe. Um mich von zusätzlichen Ablenkungen zu befreien und nur auf mein Innerstes fokussiert zu sein, verschließe ich mir zusätzlich zunächst die Augen und Ohren, um meinen Blick von außen nach innen zu lenken, während ich mich in einer ‘Ein-Mann-Performance’ meinem Material und Untergrund widme. Hier nutze ich meine Afantasie, um nicht in visuellen Bildern zu denken, sondern die Gestalten singulärer oder multipler Gefühle, welche für mich nur Nebel und Konzepte sind, einen expressionistischen Ausdruck und Körper zu verleihen. Meine Ausdrücke variieren von explosiven, schnellen und lang gezogenen Linien, zu präzisen und geordneten Strichen und Flächen. Keine Linie wird überarbeitet oder radiert, da jede an genau dem Platz ist, wo sie hingehört. Sie ist ein Gedanke und im Gesamtwerk eine Geschichte. Ist meine Grundlage gesetzt, erfülle ich ein selbst gewähltes Equilibrium und erarbeite mir einen Diskurs und eine Forschung mit erneutem, aktivem Hinsehen und Hinhören, welches regelmäßig durch Lyrik und Text erweitert wird. Hier stelle ich mir nach jedem Werk die Frage, wie tief die menschliche Seele eigentlich geht oder gehen darf.